Emmys Tagebuch
12.02.2012
Hallo Leute, ich bin die Emmy und mein Pflegefrauchen hat mich genötigt, hier Tagebuch zu schreiben, damit Ihr, liebe Interessenten, möglichst viel über mich erfahren könnt.
Den Tag heute möchte ich gern abwählen. Ohne erklärbaren Grund habe ich mich plötzlich in einem fremden Auto wieder gefunden. Und die Tante, die mich dann aus dem Auto geholt hat, meinte, sie sei jetzt mein Pflegefrauchen. Dann gehört hier auch noch ein Mann dazu – HILFE! Ein MANN!
Naja, wenigstens die anderen Hunde sind ganz nett. Nur die kleine Hündin hat mich angestänkert, aber ich glaube, sie hat gleich gemerkt, dass ich ihr nichts tue.
Zuerst hat mir Frauchen mein Körbchen gezeigt, da hab ich mich erst mal erholen können, bis der MANN – der übrigens jetzt mein Herrchen sein soll – sich bewegt hat, da fand ich es dann unter dem Sofa sicherer.
Aber Frauchen ist ja völlig gnadenlos, schon fünf Stunden später hat sie mich gewaltsam dort vor geholt, um Gassi zu gehen. Auch dabei war sie wieder gnadenlos, ist Runde um Runde mit mir gelaufen. Ich glaube, wenn ich ihr den Gefallen nicht irgendwann getan hätte, mein Geschäft zu machen, würden wir jetzt noch Runden laufen.
Dann haben die anderen Hunde Abendessen bekommen, das fand ich ja interessant, hab sogar mal den Kopf um die Ecke gesteckt. Aber als das Frauchen mit dem Futter auf mich zu kam, hab ich lieber die Flucht ergriffen. Da hat doch der Rudi meine Portion bekommen! Hier muss ich mir noch was ausdenken.
13.02.2012
Ich hab mich dann doch entschieden, die Nacht in meinem Korb zu verbringen und nicht unterm Sofa. War einfach gemütlicher. Auch zum Spaziergang hab ich mich zum Anleinen angestellt. Aber Anfassen ist nicht!
Frauchen sagte, wir gehen zeitig unsere Morgenrunde, da sind noch keine Menschen unterwegs. Aber sie hat gelogen, es kam doch eine Frau des Weges. Da muss ich noch einmal überlegen, ob man ihr vertrauen kann.
Inzwischen habe ich mir ein Herz gefasst und mal so einige mögliche Liegeplätze ausprobiert. Frauchen meint, ich bevorzuge die gleichen Plätze wie meine Schwester. Schade, dass ich die hier nicht mehr getroffen habe. Die Glückliche hat schon ein Zuhause gefunden.
Außerdem habe ich mich von Herrchen streicheln lassen und ein klein wenig von dem Futter probiert. Aber nun bin ich schon wieder fix und alle und will nur noch schlafen.
14.02.2012
Ich habe heute beschlossen, dass Frauchen eigentlich ganz nett ist. Das hab ich ihr durch ein paar Handküsse gesagt. Dann hat sie mich angefasst und – Ihr werdet es nicht glauben – es war gar nicht so schlimm!
Das war wieder ein anstrengender Spaziergang heute. Frauchen ist einfach ein Stück mit einer fremden Frau zusammen gelaufen. Da ich aber eh nichts dagegen tun konnte und die anderen Hunde die Frau scheinbar als ungefährlich eingestuft haben, bin ich brav mit gelaufen. Die Männer mit den riesengroßen Pferden waren noch gruseliger, haben so herumgeschrien. Aber ich bin einfach zwischen den anderen Hunden gelaufen, da konnte mir ja nichts passieren.
Toben mit den anderen im Garten:
Danach kann Emmy manchmal auch schon etwas entspannen:
18.02.2012
Heute hat Frauchen mit mir geschimpft, weil ich so an der Leine ziehe. Das erste Mal, dass sie wohl böse auf mich war. Da hab ich mir gedacht, ich muss ihr als Entschuldigung eine Freude machen. Also hab ich mein Abendessen aus ihrer Hand abgeholt – waren aber auch leckere Rinderspachteln. Dann bin ich auf Kommando in den Garten pullern gegangen und auf Rufen sofort wieder rein gekommen. Ich habe mich ganz dicht zu Frauchen gesetzt und hab es sogar ertragen, dass sie mich in den Arm genommen hat. Auch die kleinen Kügelchen, die ich jetzt bekomme, lasse ich mir ganz artig in die Schnauze geben.
Ich habe auch schon versucht, die Tula zum Spielen aufzufordern, aber sie wollte nicht und war ganz brummig. Doch ich denke, bei ihr hab ich hier noch die meisten Chancen, ich werde es wieder versuchen.
19.02.2012
Heute muss ich Euch von den frei laufenden Joggern erzählen, die hier im Wald leben. Die tauchen immer mal wieder plötzlich auf, als würden sie von jemandem gejagt – aber es kommt gar kein Jäger. Ich verstehe nicht, weshalb sie so rennen. Ein paar Mal habe ich es aber auch schon geschafft, die Fassung zu wahren und habe brav neben Frauchen gesessen, während der Jogger vorüber flüchtete. Vielleicht haben die ja sogar mehr Angst als ich.
19.02.2012
Heute muss ich Euch von den frei laufenden Joggern erzählen, die hier im Wald leben. Die tauchen immer mal wieder plötzlich auf, als würden sie von jemandem gejagt – aber es kommt gar kein Jäger. Ich verstehe nicht, weshalb sie so rennen. Ein paar Mal habe ich es aber auch schon geschafft, die Fassung zu wahren und habe brav neben Frauchen gesessen, während der Jogger vorüber flüchtete. Vielleicht haben die ja sogar mehr Angst als ich.
22.02.2012
Gestern Abend hat Frauchen mich mitgenommen. Erst hieß es Autofahren, da wollte ich nicht so richtig rein, aber auf dem Rückweg bin ich ganz schnell eingestiegen, Frauchen ist fast hinterher gestürzt, weil sie noch an der Leine hing. Hihi!
Ich verrate Euch auch, warum ich so schnell in das Auto wollte. Dort waren nämlich ganz viele Menschen, was ich ziemlich gruselig fand. Frauchen hat mir zwar gesagt, dass die alle ganz lieb sind, aber so richtig kann ich das noch nicht glauben. Im Auto schien es mir das schon sicherer.
Gestern habe ich auch ein neues Geschirr bekommen, das reibt nicht mehr so und außerdem roch es nach meiner Schwester. Und zur Belohnung, weil ich mich jetzt brav an - und ausziehen lasse, brauch ich jetzt zu Hause und im Garten kein Geschirr mehr tragen, nur noch das Halsband mit der Telefonnummer zur Sicherheit.
Vorsichtshalber immer hinter Frauchen verstecken - sicher ist sicher!
03.03.2012
Hallo, da bin ich wieder. Frauchen hatte vergangene Woche wenig Zeit. Und allein darf ich ja noch nicht an den Rechner zum Schreiben.
Die letzten beiden Tage war ich mit Herrchen allein. Aber ich hab mich zusammengerissen und sogar mein Futter von ihm genommen. Gestern Abend hat er mir Frauchen wieder mitgebracht. Nun nehme ich auch wieder meine Kügelchen.
04.03.2012
Frauchen spielt jetzt manchmal merkwürdige Spielchen. Bei dem einen muss ich mir hinter kleinen Schiebetürchen mein Futter selbst holen. Oh, dabei muss man sich ganz schön konzentrieren.
Das zweite habe ich noch nicht so richtig verstanden. Frauchen klickt immer mit einem Knackfrosch und danach gibt es Essen. Ich habe aber leider noch nicht herausgefunden, was ich tun muss, damit es klickt. Außerdem finde ich es blöd, dass ich mir das Futter abholen muss.
21.03.2012
Frauchen hat mir erzählt, dass meine Schwester Hexe nun auch ein Zuhause gefunden hat. Nun bin ich total neidisch, bin wohl die letzte von meinen Geschwistern, die immer noch kein Zuhause hat. Es wird also nun langsam Zeit, dass sich liebe, geduldige Menschen für mich interessieren. Mein Pflegefrauchen meint, dass ich auch ganz viel zu geben habe und eine wirklich treue Seele bin.
Ich trau mich inzwischen auch in die Nähe fremder Menschen. Am vergangenen Sonntag habe ich sogar zu Frauchens Füßen unterm Tisch gelegen, als die fremden Menschen gemeinsam gegessen haben.
Ich lasse mich inzwischen meist auch davon überzeugen, nicht an der Leine zu ziehen. Das müssen wir weiter üben – wer das mit mir üben möchte, melde sich bitte bei meinem Pflegefrauchen.
01.04.2012
Nein, es ist kein Aprilscherz! Ich bin gestern mit einer fremden, aber total netten Tante mitgelaufen. Erst wollte ich nicht weg von Frauchen, aber dann hat es sogar richtig Spaß gemacht, mit ihr über den Platz zu flitzen. Flitzen ist ja sowieso meine Welt. Die nette Tante war zwar dann ganz schön außer Atem, aber ich hatte meinen Spaß und Frauchen durfte ich dann auch wieder haben.
Fotos gibt es natürlich wieder mal nicht, weil Frauchen mich unterschätzt hat uns solche tollen Aktionen nicht erwartet hat. Das werden wir aber bestimmt noch nachholen.
16.04.2012
Am Wochenende hat mich Frauchen zu Hause bei Herrchen gelassen – ich werde mich wohl an ihn gewöhnen müssen. Aber Frauchen sagte, dass dort, wo sie hin fährt, ganz viele Leute sind. Naja, da ist es schon gut, dass ich da nicht mit hin brauchte.
Dafür durfte ich heute beim Spaziergang auf dem Feld frei laufen. Erst konnte ich es gar nicht fassen und bin ganz nah bei Frauchen geblieben, aber dann hab ich die Füße in die Pfoten genommen und bin losgesprintet – war das herrlich! Nur schade, dass keiner der anderen mit geflitzt ist und Mandy – die Einzige, die mit mir mithalten kann – musste an der Leine bleiben. Verstehe ich gar nicht.
22.04.2012
Trulla lässt sich nun immer öfter von mir zum Spielen und Kabbeln überreden. Zwei Spanier müssen sich einfach verstehen. Wir haben ja auch denselben Blick drauf, wie man sieht.
30.04.2012
Gestern war viel los bei uns. Frauchen hat uns alle mit zum Hundeplatz genommen und hatte ganz viel Zeit für jeden von uns. Und dann war da noch eine nette Tante, die auch ganz viel Zeit für mich hatte. Sie ist mit mir über den Platz gerannt und ich hab mich sogar überwunden, mit ihr mit zu laufen. Und, Ihr werdet es kaum glauben, es hat Spaß gemacht. Und dann stand die nette fremde Tante ganz dicht bei Frauchen. Das hat mich etwas irritiert, aber ich hab mich doch entschlossen, ganz in der Nähe zu bleiben. Zuletzt hab ich mich von der netten Tante sogar streicheln lassen – war gar nicht so schlimm.
Hier die Beweisfotos, damit Ihr es auch glaubt:
Dann hab ich Frauchen sogar noch einen Schreck eingejagt. Als wir alle aus dem Auto durften, um uns für den Spaziergang zu ordnen, bin ich zu einem fremden Hund gelaufen, der den Weg lang kam. Und das, obwohl der Hund einen Mann dabei hatte. Damit hat Frauchen nicht gerechnet, sie war auch nicht böse auf mich. Mit den anderen hätte sie bestimmt geschimpft, wenn die das gemacht hätten. Ich bin aber dann doch noch in einem höflichen Bogen zu Frauchen gelaufen und habe ich artig anleinen lassen.
Gestern hat die Trulla auch das erste Mal mit mir Fangen gespielt. Dann waren Rudi und Mandy baden, war ja auch warm. Trulla und ich sind zum Wasser hinunter gelaufen und haben uns erst mal beraten. Frauchen meinte, uns mit Würstchen ins Wasser locken zu können – da hat sie sich aber geirrt. Nö, wir haben nach ausführlicher Beratung beschlossen, dass dieses Wasser für zwei waschechte Spanierinnen viel zu nass ist.
01.05.2012
Was ich gestern vergessen habe, aber durchaus erwähnenswert ist – ich habe gestern mit Frauchen zusammen auch meine erste Hürde im eigentlichen Sinne des Wortes bewältigt. Springen ging natürlich noch nicht, aber Frauchen meinte, ich soll mir mal was zutrauen, also bin ich ein paar Mal hintereinander drübergestiegen. Das nächste Mal mach ist es bestimmt dann ganz allein.
Heute war wieder Clickertraining dran, aber nicht etwa hinten im Garten wie sonst, sondern vorn am Tor. Dahinter sind viele Menschen vorbei gelaufen, ich konnte es genau hören und bin auch immer wieder weg gelaufen. Da Frauchen den Ernst der Lage aber nicht erkannt hat, bin ich immer wieder hin. Ich hab mich sogar überzeugen lassen, mich dort an Ort und Stelle hinzulegen. Dafür gab es dann lecker abgestandenes Fleisch. Mhhh!
12.05.2012
Heute darf ich endlich mal wieder an den Computer. Die ganze Woche hatte Frauchen den in Beschlag – zum Arbeiten sagt sie, was auch immer das heißt.
Da muss ich Euch doch gleich vom letzten Wochenende erzählen. Da hieß es zeitig aufstehen und lange Auto fahren. Dort angekommen waren gaaanz viele Hunde mit ihren Menschen. Die Autofahrten habe ich bis auf einen kleinen Ausrutscher gut hinter mich gebracht. Es geht jetzt auch schon ohne Globuli. Dieses Problem wäre also gelöst.
Dort hat Frauchen mich mit mitten ins Geschehen genommen – Manno, waren da viele Leute und sogar Männer, die guckten. Ich war aber ganz tapfer und habe mich am Parcoursrand hingelegt und den anderen Hunden und ihren Menschen beim Hopsen zugeschaut. Nach einer Weile konnte ich sogar ein bisschen entspannen. Diesmal gibt es sogar ein Beweisfoto. Da war ich noch nicht so entspannt, aber man sieht, dass ich mich überwunden habe, freiwillig dort zu bleiben, sonst wäre ja die Leine nicht so locker.
Heute sind wir wieder zum Hundeplatz gefahren – wieder zwei Autofahrten ohne Erbrechen, ich bin vielleicht stolz.
Frauchen hat mich ganz ohne Leine mit auf den Platz genommen und ich durfte den Auf- und Abbau mit beobachten. Ich bin auch fein bei Frauchen geblieben und nicht weggelaufen.
Herzlich willkommen bei uns!





