Bolle

Ein aktuelles Bild von Bolle erreichte uns im Dezember 2011

...verbunden mit Weihnachtsgrüßen. Bolles Familie ist sehr glücklich mit ihm.

Post von Bolle im Juli 2011

Hallo, Rudel Kanthack,


es wird ja mal Zeit, dass ich mich melde. Nun bin ich seit einem halben Jahr im Hunsrück zuhause und fühle mich nicht sau-, aber setterwohl. Da ich so ein Braver bin, durfte ich schon ganz früh ohne Leine laufen. Da bin ich nur so über die Wiesen und Felder gewetzt und habe jede Krähe gejagt. Ja, das Federvieh liebe ich so....


In Holland (da waren wir in Urlaub) gab es so viele Möwen und Enten, da war ich abends ganz platt. Inzwischen bin ich ein bisschen ruhiger geworden, kenne ja jetzt mein Revier und habe gelernt, dass ich die Vögel doch nicht kriege. Hasen und Rehe gibt es auch, aber die darf ich nicht jagen und da ich meine Menschen nicht ärgern will, höre ich auf aus. Dann gibt es Leckerlies und fressen tu ich für mein Leben gern.


Wenn einer in die Küche geht bin ich sofort dabei. So habe ich auch etwas zugelegt und durch das Laufen ordentlich Muskeln bekommen. Den roten Pavianar... (-popo) habe ich auch nicht mehr und meine Fahnen sind toll nachgewachsen.

Meine Menschen sagen, ich wäre wunderschön, ein Goldschatz, Kampfschmuser und Spieleratz. Nachmittags bekomme ich oft meine dollen 5 Minuten und rase durch den Garten. Dann müssen die Zweibeiner mit mir Nachlauf spielen und um das Spielzeug kämpfen. Wenn ich dann müde bin, müssen alle auf das Sofa und dann will ich Streicheleinheiten ohne Ende.

Am liebsten liege ich mittendrin, mit dem Kopf auf dem Bauch von meinem Herrn.

Das Sofa fand ich von Anfang an toll, die Körbchen aber nicht. Meine Zweibeiner sind aber gottseidank lernfähig und haben mir überall Kissen und Decken hingelegt. Jetzt gehe ich auch mit ins Schlafzimmer, habe dort eine kuschelige Ecke. Ich bin ein Spätaufsteher, da freut sich mein Frauchen besonders drüber...


Allein sein kann ich auch gut, dann lege ich mich in den Flur und habe die Haustür im Blick. Auch wenn ich meine Ruhe haben will, verziehe ich mich dort hin. Aber meistens bin ich neugierig und will alles mitkriegen. Ich liebe alle Menschen ob groß oder klein, so viele Hände zum Streicheln... und dann verteile ich Küsse. Andere Hunde brauche ich nicht so, obwohl es hier einige gibt. Die Aufdringlichen mag ich gar nicht, dann verstecke ich mich hinter den Beinen. Die Ruhigen sind meistens die Senioren und können nicht mehr so mit mir toben.

Aber wenn ich draußen bin, finde ich die Gerüche sowieso viel spannender und halte meine Nase in die Erde oder die Luft.


Nun erst mal genug, ich mag ruhen und verziehe mich aufs Sofa.....

Liebe Grüße an alle!!!!

Bolle 

 

 

Gordo - Bolle hat sein Zuhause gefunden

Steckbrief:

 

Name: Gordo, genannt Bolle

 

Geschlecht: männlich, kastriert

 

Größe: ca. 50 cm Schulterhöhe

 

Farbe: Weiß – Leberbraun

 

Alter: ca. 4 Jahre

 

Lieblingsschlafposition: Sitzend mit dem Kopf auf dem Knie des Pflegefrauchens, wahlweise auch stehend, Hauptsache Körperkontakt

 

Rasse: Statur vom Springer Spaniel, Fell vom Bretonen

 

Charakter: einfach nur ein Schatz

 

Aussehen: einfach wunderschön!!!

 

Lieblingsbeschäftigungen: Küssen, Schmusen, durch den Schnee wandern

 

Nach den ersten Tagen in der Pflegestelle kann man nur Gutes über Bolle berichten. Er ist völlig pflegeleicht, ein lebhaftes Kerlchen, der sich aber, wenn nichts los ist, dezent und ruhig auf seinen Platz zurückzieht. Vom ersten Tag an ist er stubenrein und kann auch schon eine Weile mit den anderen Hunden alleinbleiben. Wenn ich eine Weile über Bolle berichten würde, käme ich zwangsläufig ins Schwärmen, das erspare ich Euch hier.

 

Hier ein paar Fotos aus dem neuen Zuhause:

Bolle's Tagebuch

18.12.2010

Mann, war das ein Tag heute. Ewigkeiten im Auto, mehrmals umsteigen und jedes Auto roch anders. Aber dann endlich war ich angekommen, es war schon dunkel. Endlich konnte ich spazieren gehen und mich auch endlich erleichtern.

Gleich auf dem ersten Spaziergang hat mir der Obervierbeiner hier zwar ziemlich unhöflich klargemacht, dass er der Chef ist, aber das hab ich doch gar nicht abgestritten. Naja, ich komme hier jedenfalls mit allen anderen Hunden klar.

Ich habe eine Decke neben Frauchens Sofa und bin überhaupt glücklich, wenn ich in ihrer Nähe sein kann.

 

19.12.2010

Heute sind wir gleich früh schön spazieren gegangen, das mag ich. Da Frauchen mit uns Jungs und den Mädels getrennt gegangen ist, musste ich mit Rudi und Erdmann auch schon mehrmals kurz alleinbleiben im Haus, aber das ist ja gar kein Problem.

Mit der Schleppleine habe ich heute auch Bekanntschaft gemacht, man rennt so schön und auf einmal ist Schluss, blöde Erfindung. Aber es nützt ja nichts, also bin ich fein langsam gelaufen und habe immer Blickkontakt zu Frauchen gehalten, dafür gab es dann Würstchen, wird es wohl richtig gewesen sein.

Dann hat Frauchen mich mit in einen Raum mit vielen Menschen genommen, Kneipe hat sie dazu gesagt. Aber da, wo nette Menschen sind, fühle ich mich sowieso wohl. Mandy war mit und vor Freude total aufgedreht, so verrückt bin ich ja dann nicht, ich behalte immer die Fassung.

 

20.12.2010

Heute war Körperpflege angesagt, Frauchen meinte, der spanische Schmutz muss nun aus den Ohren raus. Ich als ganzer Kerl hab mir das natürlich gefallen lassen, eigentlich ist es ja ganz schön, wenn sich Frauchen mit mir beschäftigt, da ist es egal, was sie tut.

Aber etwas Gemeines ist heute auch passiert: der Schnee im Vorgarten hat mich gebissen. Ich bin in den Schneeberg gesprungen und auf einmal tat der Fuß ganz schrecklich weh und hat geblutet. Da kann Frauchen dreimal was erzählen von Feuerdornstrauch, der unter dem Schnee die Grätsche gemacht hat – ich weiß, dass dieser Schnee beißt, basta!

Außerdem hat Frauchen heute versucht, Fotos von mir zu machen – weil ich so ein schöner Kerl bin. Aber da hab ich ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht – ich bin nämlich auch ein zappeliger Kerl!

23.12.2010

Ich weiß gar nicht, wo heute ich anfangen soll zu berichten. In den letzten Tagen war Frauchen jeden Tag auf der Jagd und Herrchen hat draußen im Schnee gewühlt, da musste ich mit den anderen Hunden allein im Haus bleiben – bis zu zwei Stunden, war natürlich gar kein Problem.

An der Leine laufen kann ich auch schon ganz gut. Klar, manchmal ist mir Frauchen etwas zu langsam, da muss ich etwas Druck machen, sonst verpasse ich noch etwas. Aber wenn Frauchen stehen bleibt, mache ich das auch und warte brav, bis es weitergeht.

Nachbars Oskar habe ich gestern auch kennengelernt, ist auch ein spanischer Bretone, ein ganz netter.

Heute duftet es schon den ganzen Tag sehr lecker im ganzen Haus, auf dem Wohnzimmertisch nach Süßigkeiten und Nüssen und in der Küche nach Fleisch und Fisch. Aber ich als anständiger Bolle würde da nie rangehen ohne zu fragen, naja und das Fragen kann ich mir auch sparen, so wie ich meine Pflegeleute kenne. Naja, für heute Abend wurde mir ein ganzer Rinderkehlkopf in Aussicht gestellt, der ist mir schon mal sicher. Zumindest, wenn ich mich an die Regeln halte. Wir müssen nämlich hier immer vor dem gefüllten Napf warten, bis das Futter freigegeben wird. Ich mache dann zur Sicherheit noch ein Sitz und schon dürfen wir alle fressen. So einfach ist das, hab ich schnell gelernt.

27.12.2010

Die letzten Tage sind wir immer schon vormittags ganz lange spazieren gegangen und das in dem wunderbaren Schnee. Dann hat uns Frauchen zu Hause allein gelassen, aber sie kommt immer wieder, also ist das für mich kein Problem.

Gestern meinte sie zu mir, dass ich meiner Bezeichnung als Stöberhund alle Ehre mache. Die herumrennenden Hirsche interessieren mich nicht so sehr, aber unter dem Schnee gibt es tausend tolle Spuren zu entdecken. Und wenn ich wieder auftauche, lacht Frauchen, weil ich aussehe wie ein Schneemann. Vielleicht können meine zukünftigen Besitzer meine Stöbereigenschaften nutzen und mich Dinge suchen lassen, das würde mir bestimmt Spaß machen.

Die anderen Hunde hier mag ich sehr, aber ich würde mich auch in einem Haushalt als Einzelhund wohlfühlen, Hauptsache, ich kann ab und zu mit anderen Hunden spielen.

28.12.2010

Heute hat mein Pflegefrauchen mir erzählt, dass es noch eine Familie gibt, die mich ganz toll findet und dass ich schon wieder umziehen soll. Mannomann ist das ein Hin und Her. Aber sie hat mir versprochen, dass das mein letzter Umzug sein soll. Neue Leute lerne ich ja immer gern kennen, also bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.

29.12.2010

Heute habe ich eine große Eroberung gemacht – ich habe das Sofa als Schlafplatz entdeckt!

 

Das ist Klasse!!!!!

 

Ich konnte mich nur noch nicht so richtig für die passende Schlafposition entscheiden. So…

...oder so...
...oder so...
...oder vielleicht so...
...oder vielleicht so...
...oder lieber so...
...oder lieber so...
...oder doch lieber so???
...oder doch lieber so???

30.12.2010

Heute kam Besuch – mit Hund. Und was ganz toll war, dieser Hund spricht auch spanisch, so wie ich. Diego heißt er und er hat mir erzählt, dass er vor mir hier gewohnt hat bis er sein endgültiges Zuhause gefunden hatte. Er hatte seine Zweibeiner dabei, die waren ganz lieb und haben nicht mit Streicheleinheiten für mich gespart. Diego hat es sich unter dem Küchentisch bequem gemacht und so getan als wäre es sein Tisch. Naja, soll er ruhig, ich hab dafür Streicheleinheiten ohne Ende von seinem Frauchen bekommen.

Danach hat mir mein Pflegefrauchen erzählt, dass ich auch so ein tolles Zuhause bekomme und dass diese Zweibeiner sich schon riesig auf mich freuen.

v.l.n.r. Mandy, Diego, Bolle
v.l.n.r. Mandy, Diego, Bolle

31.12.2010

Heute sind wir schon am Vormittag die große Runde gelaufen. Frauchen meinte, dass am Nachmittag die Zweibeiner anfangen, mit Böllern herum zuknallen und sie mag das nicht. Dafür sind wir eine ganz lange Runde gelaufen. Ich bin mit meiner Schleppleine immer Slalom um die Bäume und Sträucher gelaufen, Frauchen fand das nicht lustig – verstehe ich nicht.

Außerdem hatte sie heute den kleinen schwarzen Kasten mit, den sie sich manchmal vor das Gesicht hält, naja ich weiß nicht, was das soll, schick ist jedenfalls anders.

Und Rehe haben wir getroffen. Mich hat das erst gar nicht interessiert, als die drei vor uns über den Weg gelaufen sind. Die Mandy hat völlig am Sender gedreht, ich hab nur mal kurz geschnuppert und gut war es. Frauchen meinte, dass mich bestimmt deshalb in Spanien mein Jäger „entsorgt“ hat, weil ich nicht wie ein Verrückter jage. Wenn sich mein Zweibeiner mit mir beschäftigt, ist das viel schöner.

01.01.2011

Das war vielleicht eine unruhige Nacht, nicht mal in Ruhe durchschlafen konnte man, dabei brauch ich doch meinen Schönheitsschlaf. Dreimal bin ich wach geworden, aber Frauchen, Rudolf, Mandy und Honey waren ganz entspannt, also war alles in Ordnung. Das Erdmännchen lag unterm Sofa und hat gezittert, der Arme, hat bei jedem Bisschen solche Angst. Er hat sich auch von uns nicht beruhigen lassen. Schade!

Das mit dem Gehorsam müssen wir noch üben, hat Frauchen nach dem Morgenspaziergang gesagt. Was meint sie damit nur? Ich glaube, ich weiß schon, dass Bolle mein Name ist und das es sich lohnt, auf rufen zu ihr zu laufen. Sie meint nun, ich soll IMMER kommen, wenn ich meinen Namen und „komm“ höre. Na da muss ich erst noch mit leckeren Argumenten davon überzeugt werden. Und „Sitz“ kann ich auch schon und weiß auch, wann sich das lohnt. Beim Füttern zum Beispiel. Aber auch das soll ich IMMER machen, wenn es mir gesagt wird. Naja, meine zukünftigen Zweibeiner – davon will ich erst noch überzeugt werden!

02.01.2011

Liebe Tagebuchleser, ab morgen kann ich sicher nicht mehr JEDEN Tag Tagebuch schreiben. Mein Pflegefrauchen muss wieder arbeiten, Pflegeherrchen hat andere Dinge zu tun und allein darf ich nicht an den Computer.

Ab dem nächsten Wochenende wohne ich ja dann bei meinen neuen Zweibeinern, da erlebe ich sicher so viele neue Dinge, dass ich gar keine Zeit haben werde zum Tagebuch schreiben. Aber mein Pflegefrauchen hat mir zugeflüstert, dass ich mich wenigstens hin und wieder mal melden soll und Bilder schicken, sonst wäre sie unglücklich. Na das will ich natürlich nicht riskieren.

04.01.2011

Heute musste ich Kritik einstecken von Frauchen, nun bin ich beleidigt. Ich sei kein richtiger Jagdhund, obwohl ich das Eichhörnchen gleich gesehen habe, als es über den Weg lief. Dummerweise war ich ganz aufgeregt und habe die Spur, die es hinterlassen hat, nicht gefunden. So hab ich immer noch an der Leine gezogen, als wir an der Stelle schon lange vorbei waren. Aber das ist doch egal, ich muss doch sowieso nie mehr jagen!

Kurz danach hab ich aber auch noch ein ganz dickes Lob bekommen, hab ich doch meinen auf dem Spaziergang gefundenen leckeren Gänsekeulenknochen ohne zu murren an Frauchen abgegeben. Da war sie stolz auf mich, hat sie gesagt.

06.01.2011

Ich bin ein Kasper – hat mein Pflegefrauchen heute gesagt. Ich weiß nicht, ob das ein Kompliment ist, aber ich glaube schon. Sie sagt, ich bringe sie immer wieder zum Lachen. Beim Spaziergang hopse und tobe ich wie verrückt herum. Und selbst, wenn ich schlafe, bringe ich sie zum Lachen, weil ich angeblich so merkwürdige Schlafpositionen habe. Ich weiß es nicht, schlafe ja dabei immer.

Demnächst werde ich dann meine neuen Zweibeiner zum Lachen bringen – sie werden gaaaanz viel Spaß mit mir haben, versprochen!

08.01.2011

Heute ist Umzugstag, hat Frauchen gesagt. Sie meint, meine neuen Zweibeiner haben schon ein neues Geschirr und einen neuen Korb für mich gekauft. Wäre ja gar nicht nötig gewesen – ich nehme auch den Platz auf der Couch oder noch besser – auf dem Schoß!

Aber für alle Fälle hab ich schon mal ausprobiert, wie es sich in einem Körbchen so liegt und ich muss sagen – nicht schlecht, wieder eine neue Entdeckung!

Macht es gut, liebe Tagebuchleser! Ich verabschiede mich jetzt und fahre in mein neues Zuhause.

 

Tschüssiiii !!!