Caro erzählt

23.02.2013

 

Vor dem Umzug in die neue Pflegestelle noch mal so richtig im Schnee toben. Frauchen sagt, in der neuen Pflegestelle habe ich ein Pflegefrauchen ganz für mich alleine, klingt gut.

22.02.2013

 

Ich habe inzwischen begriffen, dass man Leckerchen aus Frauchens Hand tatsächlich essen darf und kann. Gerade bin ich dabei, „Sitz“ zu lernen, ist eigentlich gar nicht so schwer. Außerdem hab ich Frauchen inzwischen sehr ins Herz geschlossen und möchte immer nur in ihrer Nähe sein. Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht auch allein bleiben kann, dann warte ich artig auf meinem Platz, bis Frauchen wieder kommt.

Am liebsten habe ich die Emma, mit der kann man so schön spielen und die ist gar nicht so zickig wie die anderen Mädels hier. Naja, manchmal beißt sie mich ins Bein, aber ich weiß ja, dass sie das nur aus Liebe macht.

16.02.2013

 

Inzwischen hat sich einiges getan in meinem Pflegezuhause. Ich musste ein paar Mal einige Stunden allein bleiben. Als ob das ein Problem für mich wäre!

 

Kürzlich hat Frauchen versucht, mich mit den Damhirschen bekannt zu machen, die hier um die Ecke wohnen. Die sind sogar höflich aufgestanden, waren dann aber etwas bockig, weil ich mich so gar nicht für sie interessiert habe. Im Wald sind uns die Rehe sogar direkt über den Weg gelaufen, aber auch da konnte ich nicht verstehen, wieso sich die Mädels so aufgeregt haben.

 

Ich weiß inzwischen, was mein Name ist und dass es wohl gut für mich ist, wenn ich zu Frauchen laufe, sobald sie meinen Namen ruft. Außerdem lobt mich Frauchen immer auf den Spaziergängen, weil ich so schön an lockerer Leine laufen kann. Mach ich doch gern, Hauptsache, ich hab genug Zeit zum „Zeitung lesen“, das ist meine Lieblingsbeschäftigung.

 

Die Nachbarshunde habe ich inzwischen auch kennengelernt, die sind alle ganz nett. Kinder gibt es hier auch viele, die mag ich auch sehr.

Nun brauch ich nur noch mein endgültiges Zuhause, wir sind einfach zu viele hier, ich hätte gern noch mehr Streicheleinheiten für mich.

08.02.2013

 

Heute zum Morgenspaziergang rannten plötzlich vor unserer Nase 5 graubraune langbeinige Damen über den Weg. Die Mädels waren völlig außer sich deswegen, kann ich gar nicht verstehen. Frauchen sagt, das waren Rehe, was mir aber auch nicht weiter half. Naja, jedenfalls waren sie mir egal, aber ich musste trotzdem mit warten, bis sich die Mädels endlich beruhigt hatten, wie langweilig.

Am Abend kam dann Besuch, aber auch das regt mich überhaupt nicht auf. Ich sage allen freundlich Hallo, bedränge aber niemanden, lege mich daneben und bin zufrieden.

Na, so einen entspannten Hund wie mich habt Ihr doch bestimmt schon lange gesucht. Meldet Euch einfach beim Verein und fragt nach mir!

05.02.2013

 

Gestern durfte ich mit den drei Mädels mit in den Tagebau. Ich hatte es unheimlich eilig, ins Auto einzusteigen, da hat mein Pflegefrauchen zum ersten Mal mit mir geschimpft. Sie meint, es wird gesittet eingestiegen – hmmm, was das wohl ist? Auf jeden Fall liebe ich das Autofahren über alles!

Dort sind wir dann ganz lange spazieren gegangen, meinetwegen hätte es aber noch länger sein können. Nur von der Leine durfte ich nicht, schade, dabei gab überall so tolle Gerüche. Aber wenn ich mal zuverlässig auf meinen Namen höre, darf ich auch frei laufen, hat Pflegefrauchen gesagt. Nun muss ich also herausfinden, was mein Name ist.

04.02.2013

 

Heute war hier ganz schön was los. Erst ist hier noch eine Hündin eingezogen. Die Maus tut mir ein wenig leid, sie kommt mit dem großen Rudel nicht so gut klar. Dann kam noch mal Besuch und da war ich der Star – wir haben ein Fotoshooting gemacht. Und trotz schlechter Lichtverhältnisse sind tolle Bilder entstanden – weil ich einfach ein super hübsches Kerlchen bin.

Wenn es nach mir geht, kann hier 10-mal jeden Tag Besuch kommen, ich freue mich über jeden Zweibeiner. Die meisten haben schließlich auch eine Streicheleinheit für mich übrig.

 

 

 

 

 

Ich bin für jede Streicheleinheit zu haben und liebe alle Menschen.

03.02.2013

 

Heute war ein verrückter Tag. Ich bin den ganzen Tag Auto gefahren, immer von einem Auto ins nächste gestiegen. Als wir dann endlich da waren, kam ich in ein völlig neues Rudel mit neuen Menschen. Aber ich wäre nicht Caro, wenn ich das nicht alles völlig cool weggesteckt hätte. Ich weiß schließlich, wie man sich Hunden gegenüber verhält.

Besonders leckeres Essen gab es auch: Pansen mit Euter, hmmm, war das gut! Nun muss ich aber erst mal ordentlich ausschlafen, ein bisschen aufregend war der Tag ja doch.