Woody (hier Enero) hat sein Zuhause gefunden

Enero nach seinem ersten Gartenrundgang
Enero nach seinem ersten Gartenrundgang

Enero (Woody) – Steckbrief:

Geboren: 2008 – also im besten Alter

Enero ist kastriert und kerngesund, außerdem natürlich gechipt und geimpft.

Größe: ca. 55cm

Farbe: schwarz -  weiß

Rasse: English Setter und ??? – aber die wunderschöne Fellzeichnung vom englischen Setter!

Er weiß sich im Haus zu benehmen und schmust unheimlich gern.

Natürlich wird er nur in Wohnungshaltung vermittelt.

 

Fragen zur Vermittlung über Hundepfoten in Not e.V.

Nähere Informationen zu Enero hier

Enero - zuverlässiger Begleiter
Hier eine kurze Beschreibung von Eneros Wesen und Eigenschaften für potenzielle künftige Herrchen oder/und Frauchen
Beschreibung Enero.pdf
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Eneros Tagebuch

Noch müde nach der langen Reise
Noch müde nach der langen Reise

29.01.2011

 

Ich bin‘s, Enero, Frauchen hat mir mitgeteilt, dass das jetzt mein Rufname ist. Na mir soll es recht sein. Ich als waschechter Spanier weiß natürlich, dass ich nun so heiße wie der erste Monat im Jahr, aber das stört mich nicht. Jedenfalls habe ich jetzt einen richtigen eigenen Namen, auf den ich in Zukunft hören werde – versprochen.

Das war vielleicht ein verwirrender Tag heute. Immer wieder in ein anderes Auto umsteigen und jedes Mal neue Zweibeiner und immer wenn ich dachte, das ist jetzt mein neues Frauchen, musste ich schon wieder umsteigen. Ich hab zwar versucht, mich an dem jeweiligen Frauchen festzuklammern, aber es half leider nichts.

Nun hieß es wieder aussteigen, aber es stand kein neues Auto in der Nähe, scheinbar ist das mein Ziel. Nun lernte ich auch den Kerl kennen, der unterwegs aus der Nachbarbox so geschimpft hat, wenn ich gejammert habe. Scheint aber kein schlechter Kerl zu sein, ich hab ihm dann einen Teil meiner Rinderspachtel überlassen, man muss sich ja schließlich die Richtigen hier zum Freund machen. Ich hatte nach dem aufregenden Tag sowieso nicht so großen Hunger.

Mit den beiden Hündinnen hier hab ich mich auch gleich arrangiert – klar, dass sie das Sagen haben. Und der kleine Rüde ist einfach nur nett. Ich glaube, in diesem Rudel lässt es sich leben.

Enero bei der Gartenerkundung
Enero bei der Gartenerkundung

30.01.2011

 

Heute habe ich den Garten erkundet und schon mal versucht, die Mädels im Haus um die Pfote zu wickeln. Ich glaube, bei Honey habe ich ganz gute Chancen, Mandy ist etwas zickig.

 

Frauchen sagt, ich soll nicht so klammern. Na die hat gut reden. Schließlich bin ich doch froh, endlich „eigene“ Zweibeiner zu haben, die sich um mich kümmern und mich lieb haben. Die will ich doch nicht wieder verlieren! Jedenfalls gehen mir jetzt immer wieder Türen vor der Nase zu und ich darf nicht hinterher – find ich schon doof. Bisher ist Frauchen ja immer wieder aufgetaucht, aber man weiß ja nie!

 

Eben bin ich von meiner ersten „Trainingseinheit“ gekommen – „Streber!“ hat Frauchen gesagt. Ob das was Gutes ist? Jedenfalls gab es immer dann, wenn Frauchen meinen Namen sagte, ein tolles Leckerchen – na, wenn sich das nicht lohnt. Da lass ich auch schon mal die schwarze Katze vorbeilaufen ohne mich für sie zu interessieren. Frauchen meint, das waren erschwerte Bedingungen und es gab eine ganze Hand voll Fleisch.

Zum Schluss habe ich auch noch das Kommando „Sitz“ gelernt – als ob das so schwer wäre, sich hinzusetzen. Mach ich doch mit links und beiden Hinterbacken.

Nun hab ich für heute genug getan und darf auf dem Sofa kuscheln, mal sehen, was Frauchen morgen alles mit mir vor hat.

 

31.01.2011

 

Nicht aber, dass Ihr denkt, ich bin nur so ein notorischer Sofakuschler. Natürlich bin ich ein anständiger Kerl und schlafe nachts brav auf der Decke NEBEN Frauchens Bett. Na gut, in der ersten Nacht habe ich mich da etwas vertan, aber da war ich auch sooo froh, endlich ein Zuhause zu haben. Frauchen meint zwar, es ist nur vorübergehend, aber immerhin. Also, liebe Leser, wenn Ihr einem unglaublich lieben, anhänglichen treuen Begleiter ein endgültiges Zuhause geben wollt, meldet Euch bei meinem Pflegefrauchen oder beim Verein „Hundepfoten in Not“, der mir die Reise hierher ermöglicht hat.

Ich trau mich die Treppe runter
Ich trau mich die Treppe runter

 

 

 

 

Ich bin ein Held! Hat Frauchen gesagt, da muss es ja stimmen. Die Treppe hoch bin ich ja gleich am ersten Abend gelaufen, aber runter war so gruselig – so steil, da hatte ich richtig Angst, aber nicht weitersagen. Dann hat mich Frauchen ein paar Mal herunter getragen, was ich aber auch doof fand. Auf den Arm genommen werden ist nichts für große Kerle wie mich. Also habe ich vorhin, als Frauchen nicht geguckt hat, all meinen Mut zusammengenommen und bin ganz vorsichtig allein die Treppe runter gelaufen. Frauchen hat sich vielleicht gewundert, aber erst als ich mir sicher war, hab ich es ihr gezeigt – will mir ja keine Blöße geben.

Nein, keine Gespenster - Dam(en)hirsche in der Dämmerung
Nein, keine Gespenster - Dam(en)hirsche in der Dämmerung

02.02.2011

 

Heute sind Frauchen und Herrchen beide tagsüber auf die Jagd gegangen. So musste ich über drei Stunden mit meinen Kumpels allein zu Hause bleiben. Ich fand das zwar ziemlich doof, aber die kommen ja immer wieder – da kann ich mich drauf verlassen. Umso schöner war dann die Wiedersehensfreude.

„Endlich sind die Hirsche da.“ hat Frauchen dann beim Nachmittagsspaziergang gesagt. Ich hab nicht verstanden, was sie damit meinte. Auf jeden Fall hat sie die anderen nach Hause geschafft und ist mit mir allein wieder raus. Die Hirsche waren immer noch da, Frauchen hat sie mir gezeigt, sie sind groß und grau und liefen davon als Frauchen den Fotoapparat herausholte. So wurde das mit dem Foto auch nichts. Naja, für mich waren diese grauen Damen aber wirklich völlig uninteressant.

Da ich mich nicht für das Dam(en)wild interessierte, ließ sich Frauchen natürlich gleich was anderes einfallen. Die Übung hieß „Bleib“ – eine ganz doofe Übung. Ich muss sitzen und wenn Frauchen weggeht, darf ich nicht mit. Und das, wo ich doch immer in ihrer Nähe sein möchte – ist echt schwer.

Auf Rufen kommt Enero sofort
Auf Rufen kommt Enero sofort

 

 

Zum Schluss hat Frauchen noch zu Herrchen gesagt: „Warum ich eigentlich ständig diese Schleppleine in der Hand halte, Enero geht freiwillig eh keine 10 Meter von mir weg.“ Ich war zwar nicht angesprochen, aber mein Name kam drin vor und es klang freundlich.

 

 

Nur ein Mal hat sie heute mit mir geschimpft und mich sogar aus dem Haus ausgesperrt – zum Glück nur zwei Minuten. Dabei eignet sich die Küchentür doch prima zum Beinchen heben. Frauchen hat einfach keine Ahnung, so!

Sehe ich da meine neue Familie?
Sehe ich da meine neue Familie?

03.02.2011

 

Frauchen hat wohl immer noch nicht begriffen, dass mich die großen grauen Damen nicht interessieren. Gut, heute waren wir auf einer Wiese mit mindestens 100 grauer Damen und auch einiger grauer Herren, aber auch wenn sie gleich hinter dem Zaun herumrennen – es interessiert mich nicht, basta!

Ich kann auch nicht verstehen, was Mandy immer an oder in den Mauselöchern findet. Ich habe mal ein paar kontrolliert, nachdem sie fertig war, aber es war nichts Interessantes zu finden.

Viel schöner ist es doch, mit Frauchen zu toben, da kann ich so richtig zur Hupfdohle werden, das macht Spaß!

Bisher habe ich immer noch die Schleppleine dran, aber glaubt mir Leute, ich würde sicher auch ohne diese nicht davonlaufen. Wär ja auch blöd, es gibt doch nichts Schöneres als bei Frauchen oder Herrchen zu sein. In meinem künftigen Zuhause werde ich dann hoffentlich schnell auch ganz frei laufen dürfen.

Geschafft vom Fotoshooting
Geschafft vom Fotoshooting
Bin ich nicht ein Hübscher?
Bin ich nicht ein Hübscher?

05.02.2011

 

Mann, bin ich erledigt. Jetzt ist nur noch schlafen angesagt, zur Not auf den Fliesen, damit ich nicht so weit von Frauchen weg bin. Aber von vorn:

Nach dem Frühstück hat mich Frauchen ins Auto verfrachtet – das mag ich ja nicht wirklich, kann gar nicht verstehen, wieso die anderen da freiwillig einsteigen. Ja, wenn man während der Fahrt neben Frauchen sitzen und kuscheln könnte, dann wär das was anderes, aber allein in der Box – find ich doof, hab ich Frauchen auch zugerufen, aber sie hat nicht reagiert.

Dann wurde es doch noch toll. Als ich aus dem Auto raus durfte, waren da lauter ganz nette Zweibeiner, die wollte ich erst mal alle begrüßen. Dann musste ich stillhalten, für Fotos, haben die gesagt. Aber danach durfte ich über den ganzen Platz rennen.  Ich habe immer wieder meinen eigenen Rekord gebrochen, so schnell wie möglich zu Frauchen zu flitzen. Und Frauchen hat mit mir getobt – das mag ich richtig gern! (Und nun hat die Waschmaschine wieder zu tun.)

Die Fotos sind übrigens toll geworden – sowas bekommt mein Frauchen nicht hin – wenn wir die gute Franka nicht hätten. Frauchen meint, dass es für mich Bewerbungsfotos für mein eigenes endgültiges Zuhause sind – dann müssen die ja gut sein.

06.02.2011

 

Nun ist es raus: ich bin ein Schoßhund. Heute am Frühstückstisch hab ich mich ganz langsam und vorsichtig hochgeschummelt – erst der Kopf dann eine Pfote, die zweite … bis ich ganz auf Frauchens Schoß saß. Sie meinte zwar, dafür sei ich zu schwer, aber das stimmt gar nicht, sieht man doch! Man kann doch so schön kuscheln und sich richtig an Frauchen anschmiegen.

 

Heute liefen durch den Wald lauter Zweibeiner, die es sehr eilig hatten – Jogger hat Frauchen dazu gesagt und Zweibeiner mit großen runden Füßen – heißen wohl Radfahrer. Die fand ich zwar sehr spannend, aber wenn Frauchen mich ruft, warte ich natürlich artig neben ihr sitzend, bis die komischen Leute vorbei sind – schließlich weiß ich, was sich gehört. Außerdem macht es der Rudi mir immer schön vor, da ist es leicht, das zu lernen.

07.02.2011

 

Nach der Geschichte mit der Küchentür habe ich noch mal über die Geschichte mit der Stubenreinheit nachgedacht und beschlossen, nun nur noch draußen mein Geschäft zu erledigen.

Außerdem hat mich Frauchen gestern wieder sehr gelobt, weil ich so eifrig und so schnell lerne. Sie meint, ich wäre auch was für Hundesportler und auch was für Hundeanfänger – was auch immer das heißt.

10.02.2011

 

Hallo Leute – Autofahren ist doch nicht so schlimm! Zwei Mal sind wir heute gefahren, beim ersten Mal in der Box wie immer, nur dass ich heute allein eingestiegen bin und kein bisschen gejammert habe. Beim zweiten Mal durfte ich auf dem Beifahrersitz mitfahren. Erst war ich ziemlich aufgeregt, aber da ich ja nun in der Nähe von Frauchen war, hab ich mich ganz schnell hingelegt und die Fahrt genossen. Auf der Rückfahrt war ich dann hinten und zwar ohne die Box. Auch das war nur einige Minuten spannend, dann hab ich mich auf die Decke gelegt und gewartet, dass wir ankommen. Also Autofahren haben wir nun in allen Lebenslagen probiert – es ist in Ordnung.

 

Außerdem war Frauchen heut mit mir an einem ganz merkwürdigen Ort spazieren. Es roch zwar überall interessant, aber es gab kein Grün, nur Mauern und Steine überall. Außerdem war dort ein schrecklicher Lärm, lauter Autos, Straßenbahnen, Busse und Menschen. „Stadt“ hat Frauchen zu diesem unangenehmen Ort gesagt. Naja, ich kann ja damit leben, dass es die Menschen dort toll finden, mir gefällt es nicht.

 

Ach ja, dann hab ich auch noch den Tierarzt kennengelernt, da haben wir nämlich den Erdmann abgeholt, der hatte ganz kleine Augen und war sehr müde – warum nur? Für den Tierarzt hatte ich jedoch gar keine Augen, es roch dort so spannend und aufregend. Hat er doch gedacht, mein Interesse mit einem Stück Trockenfutter wecken zu können, dabei bin ich doch ein Feinschmecker, Trockenfutter kommt mir nicht zwischen die Kiefer. Das hat er aber dann verstanden und als es ein Stück Fleisch gab, hab ich ihn mal kurz höflich begrüßt.

13.02.2011

 

Gestern ist Frauchen mal wieder mit mir allein losgefahren und wir haben die nette Familie besucht, die schon mit uns spazieren war. Dort durfte ich durch den ganzen Garten toben und habe das Haus erkundet. Kleine bunte Flattertiere wohnen dort im Garten, die haben mich ja sehr fasziniert, aber es war ein Gitter zwischen uns. Die Leute haben gesagt, ich darf wiederkommen. Was heißt das nur? Na, mal sehen.

 

Heute sind wir ganz weit mit dem Auto gefahren, aber Autofahren ist ja für mich gar kein Problem mehr, auch wenn es bis Berlin geht. Dort waren so viele Hunde mit ihren Zweibeinern, wie ich sie noch nie auf einem Fleck gesehen habe. Mandy hat mir erklärt, dass das ein Agility – Turnier ist, bei dem sie und Erdmann mitmachen. Das soll ganz viel Spaß machen, haben die anderen mir erzählt – der Rudi hat das vor seiner Rente auch gemacht, sagt er. Ob ich sowas später auch mal mache? Da bin ich ja gespannt. Hopsen mag ich ja gern – und das noch mit dem Zweibeiner gemeinsam wäre ja der Hit!

 

So, nun gehe ich schlafen, waren echt zwei aufregende Tage.

16.02.2011

Heute war Frauchen den ganzen Tag ruhiger als sonst. Sie sagt, dass wir uns heute verabschieden müssen, was ich nun gar nicht verstehe – hab mich doch gerade erst so richtig eingelebt.

Aber sie hat auch gesagt, dass ich dorthin ziehe, wo wir letztens zu Besuch waren, da konnte ich so schön durch den Garten toben. Ich schätze, dort wird es auch schön.